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Fünf neue Baumschulen für Klimaschutzprojekt in Honduras eingerichtet

29 Juni, 2009 08:57

In den Monaten Juli und August hat das Team der Asociacion Patuca (AP) in Honduras mit der Umsetzung der geplanten Aufforstungen begonnen. Für gut zehn Tage reiste das Team in den Regenwald und errichtete unter der fachlichen Leitung der Forstingenieurin Candy Alvarado fünf neue Baumschulen in den Dörfern Bermudaz, Matamoros, El Venado, Valencia und Guayabo.


Arbeitstouren sind Abenteuertouren

Man sollte dabei stets bedenken, dass diese “Arbeitstouren” in den Nationalpark Patuca in Europa den Charakter von Abenteuertouren hätten. Es geht einen vollen Tag erst mit dem Allradfahrzeug, bis die Straße unpassierbar wird. Dann geht es weiter mit Pferden und Maultieren auf schmalen Pfaden und schließlich mit dem Einbaumkanu auf dem Fluss zu den einzelnen Dörfern, die weitab von jeder Zivilisation verstreut im Nationalpark liegen.


Jaguar, Schlangen und Co.

Dabei sind die An- und Abreisen nicht nur mühevoll, sondern auch gefährlich. Die Wege sind oft durchweicht und glitschig, die Lianen und Wurzeln scheinen immer wieder nach uns zu greifen und die Tiere beobachten uns. Doch weniger der Jaguar ist gefährlich, vielmehr schauen wir aufmerksam nach den zahlreichen giftigen Insekten und Schlangen. Hinzu kommen dann die äußerst einfachen Lebensumstände in den Dörfern, die selbst für das Personal aus Honduras eine Herausforderung darstellen.


3.200 Baumsamen verteilt

Es wurden diesmal insgesamt 3.200 Baumsamen ausgeben und gepflanzt. Auf vielfältigen Wunsch der Anwohner wurde vor allem Caoba (Mahagoni) zum Auskeimen in die schwarzen Pflanztüten ausgesät. Auf den Versammlungen haben die Anwohnern auch den Wunsch ausgesprochen, dass wir bei den Aufforstungen eng mit den Schulen zusammengearbeitet. So wurden dort die Baumschulen unter Mithilfe der Schüler und Schülerinnen und ihrer Eltern errichtet.

Wir haben dabei auch schon bestehende Baumschulen besucht, um die Keimungsrate der Setzlinge festzustellen und gleichzeitig erste Flächen für das spätere Ausbringen der Setzlinge gemeinsam mit den Dorfbewohnern und - bewohnerinnen festzulegen.


Zusammenarbeit mit anderen Projekten

Die Wiederaufforstungen mit Naturefund sind keine isolierten Aktivitäten, vielmehr stellen sie eine wichtige Komponente bei all den Maßnahmen zum Schutz des Regenwaldes dar. Im Vordergrund steht derzeit mit den Gemeinden zusammenzuarbeiten und die Menschen zu gewinnen, mit uns das nachhaltige Managements des gesamten Nationalparks Patuca zu unterstützen und auch umzusetzen. Daher koordinieren wir die Aufforstungen eng mit Projekten von anderen Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel von der Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas, die sich vor allem um Bildung und Gesundheit der dort lebenden Menschen bemüht.


Kurzbericht aus den fünf Dörfern

Im folgenden erfahren Sie aus einem Auszug aus dem Bericht von der Tour im August mehr über den aktuellen Stand der Baumschulaktivitäten in den fünf Dörfern.

Freitag 8. bis Sonntag 10. August:
Matamoros, Cuyamel
Lokale Helfer aus Matamoros (die Helfer aus anderen Dörfern konnten wegen des starken Regenfälle nicht kommen) wurden an drei Tagen über Baumschulen, Baumkunde und integrierte Waldnutzung geschult. Dabei wurden u. a. einfache Methoden zur Bodennivellierung und zur Herstellung von organischen Insektenschutzmitteln sowie Düngern behandelt und eine Baumschule eingerichtet.

Montag 11. bis Mittwoch 13. August:
Bermudaz, Cuyamel
Zusammen mit der Schule wurde eine Baumschule für 800 Bäume angelegt, bestehend aus Mahagoni und Maria Bäumen. Zudem befinden sich hier noch weitere 300 Bäume aus der bereits bestehenden Baumschule. Auch wurden an interessierte Familien Baumsamen sowie Pflanztüten ausgegeben.

Freitag 15. bis Samstag 16. August:
El Venado, Cuyamel
Zusammen mit der Schule in El Venado wurde eine Baumschule für 200 Bäumen eingerichtet, die auch gleich ausgesät wurden. An weitere interessierte Familien wurden Baumsamen sowie Pflanztüten ausgeteilt.

Samstag 16. August:
El Guayabo, Cuyamel
Auf dem Grundstück der Schule, das Ismael Izaguirre für die Aufforstungen zur Verfügung stellte, wurde eine Baumschule mit 250 Bäumen auf Stelzen zum Schutz vor Tieren eingerichtet. Das Grundstück ist noch nicht eingezäunt. Pflanztüten sowie Baumsamen wurden auch an 10 Familien aus dem Dorf übergeben.

Dienstag 19. bis Mittwoch 20. August 2008:
Valencia, Cuyamel
Auch in Valencia wurde eine Baumschule mit 250 Bäumen eingerichtet und zudem wurden Baumsamen und Pflanztüten an 8 Familien ausgegeben.

Über die Entwicklungen der Aufforstungen halten wir Sie wie gewohnt im nächsten Baumbrief auf dem Laufenden.

Herzliche Grüße
Ihr Team von Naturefund und pro clima


Naturefund e. V.
Sonnenbergerstraße 20a
D-65193 Wiesbaden
Tel.: +49 (0) 611 - 5045810 - 11

www.naturefund.de


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